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Biomilch - Produktion, Vermarktung, Wirtschaftlichkeit |
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Österreichs Biomilchbauern erzeugen hochwertige Produkte und erbringen wertvolle Leistungen für Umwelt und Gesellschaft. Konsumenten im In- und Ausland fragen wieder verstärkt Biomilchprodukte nach. Wo und wie Biomilch in Österreich sowie in anderen Ländern produziert und vermarktet wird, analysiert der folgende Beitrag von Dipl.-Ing. L. Kirner, A. Puchta und Dipl.-Ing. C. Rosenwirth. Zudem wird untersucht unter welchen Voraussetzungen die Biomilcherzeugung wirtschaftlich attraktiv ist.
Folgende Themen werden in dieser Sonderbeilage behandelt:
- Produktion
- Bio-Milchqouten
- Biomilch mit Preiszuschlägen
- Biomilchpreiszuschlag
- Bio-Molkereien
- Vermarktung österreichischer Biomilch
- Vermarktungswege
- Anteil der Biomilchprodukte im Handel
- Biomilch in ausgewählten europäischen Ländern
- Deutschland
- Dänemark
- Vereinigtes Königreich
- Schweiz
- Neue EU-Mitgliedsstaaten
- Wirtschaftlichkeit
- Betriebszweigauswertung Milchproduktion
- Leistung bestimmt Wirtschaftlichkeit
- Auswertung von Buchführungsabschlüssen
- Besseres Einkommen mit BIO
- Hohe Direktzahlungen für Bergbauern
- Mehrkosten der Biomilchproduktion
- Umstellung nicht immer lohnend
- Bioproduktion ist teurer
- Mehrarbeit einkommensneutral
Fazit und Ausblick
Österreich nimmt im Vergleich zu anderen Staaten bei der Biomilch eine Spitzenstellung ein. Nur in Dänemark erreicht biologisch erzeugte Milch einen ähnlich hohen Marktanteil in Produktion und Vermarktung wie in Österreich. Zudem bestehen starke Handelsmarken für Biomilchprodukte aus Österreich, wodurch der Absatz im In- und Ausland in den vergangenen Jahren auf hohem Niveau gefestigt werden konnte. Trotz dieser positiven Entwicklung bestand bisher ein großer Angebotsüberhang in Österreich, nur etwas mehr als die Hälfte der von Biobetrieben angelieferten Milch konnte 2006 als Biomilch mit Preiszuschlägen vermarktet werden. Nach einer Phase gleich bleibender Vermarktungsmengen besteht jedoch Anlass zur Hoffnung, dass Biomilchprodukte aus Österreich in den nächsten Jahren stärker nachgefragt werden. Hoffnung dazu gibt vor allem der steigende Absatz bei Diskontern sowie allgemein in Deutschland. Molkerien haben auf diese Situation reagiert und in einigen Fällen den Biomilchpreiszuschlag etwas nach oben korrigiert. Außerdem wurden bzw. werden neue Sammelrouten für Biomilch eingerichtet, um die steigende Nachfrage zu befriedigen.
Die verschiedenen analysierten Datenquellen zeigen, dass die Biomilcherzeuger auch in wirtschaftlicher Hinsicht nicht den Vergleich mit konventionellen Milchviehhaltern scheuen müssen. Der vorliegende Beitrag belegt jedoch, dass die biologische Wirtschaftsweise Mehrkosten in der Produktion verursacht. Eine wirtschaftliche Biomilcherzeugung ist somit auf höhere Umweltprämien als Folge höherer ökologischer Standards sowie auf einen Preiszuschlag für die erzeugte Biomilch angewiesen. Wie die Ergebnisse der drei Modellbetriebe belegen, ist je nach Produktionstechnik und notwendigen Investitionen ein unterschiedlich hoher Biomilchpreiszuschlag erforderlich, um zumindest das gleiche Einkommen wie unter konventioneller Bewirtschaftung zu erzielen. Neben wirtschaftlichen Überlegungen muss jedoch vor einer Umstellung auf die Biomilcherzuegung genau geprüft und hinterfragt werden, ob die biologische Wirtschaftsweise mit den Motiven und Neigungen der am Betrieb beschäftigten Personen gut bereinbar ist. Trotz positiver Signale können sich Mäkte auch wieder in eine ander Richtung entwickeln, der Einstieg in die biologische Wirtschaftsweise bindet jedoch für zumindest die nächsten fünf bis sieben Jahre (ÖPUL 2007-2013). Daher vor der Umstellung die eigenen Ziele und Motive prüfen und dann die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen analysieren.
Dieses Angebot bieten wir in Kooperation mit dem Fortschrittlichen Landwirt an, herzlichen Dank!
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