Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich hat diesen Artikel am 2.9.2008 herausgegeben.
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Neuer Bewertungsschlüssel für die Eiweißversorgung von Milchkühen
Die Eiweißversorgung ist für alle Lebewesen von ausschlaggebender Bedeutung. Dabei spielt die Eiweißqualität eine entscheidende Rolle. Die meisten Lebewesen sind auf die direkte Zufuhr von lebensnotwendigen Eiweißbausteinen (Aminosäuren) über die Nahrung angewiesen. Daher hat beispielsweise bei Schweinen und Geflügel die Aminosäureversorgung eine besondere Bedeutung. Anders ist es bei Wiederkäuern. Sie können mit Hilfe der im Pansen lebenden Mikroorganismen hochwertiges Eiweiß auch aus Eiweißvorstufen, wie zum Beispiel Ammoniak und anderen Stickstoffverbindungen, aufbauen. Zusätzlich kann das Tier im Dünndarm auch das im Pansen von den Mikroben nicht abgebaute Futtereiweiß (Rohprotein) aufnehmen. Die bisherigen Bedarfsempfehlungen nach Rohprotein haben darauf zuwenig Rücksicht genommen. Daher wurde in den vergangenen Jahren ein neues Eiweißbewertungssystem für Milchkühe erarbeitet.
Diese ÖAG - Sonderbeilage von Dipl.-Ing. K. Wurm und Dr. A. Steinwidder enthält folgende Themenschwerpunkte:
Eiweißbildung durch Pansenmikroben
Unabgebautes Futtereiweiß
Nutzbares Rohprotein am Dünndarm (nXP)
Pansenbilanz beachten
Neue Bedarfszahlen
Mit dem neuen System die Ration bedarfsgerecht gestalten
Grünlandration ohne Maissilage
Grünlandration mit Maissilage
Maissilage-betonte Ration
Füttern mit der neuen Eiweißbewertung - das ist zu beachten