|
Automatische Melksysteme - AMS (Melkroboter) |
|
|
|
Die Strukturen der Milcherzeugung ändern sich und die durchschnittlichen Kuhzahlen bzw. die Menge der erzeugten Milch je Betrieb steigt. Die Milchviehhaltung ist durch einen hohen Anteil an regelmäßig wiederkehrenden und zeitgebundenen Arbeiten gekennzeichnet. Das Melken inklusive Vor- und Nachbereitungsarbeiten nimmt dabei einen großen Anteil ein. Um die Arbeitskapazität beim Melken zu erhöhen, kam es zur Entwicklung von Anrüst-, Nachmelk- und Abnahmeautomaten.
Diese ÖAG-Sonderbeilage wurde von Dr. C. Litzllachner, Ing. J. Hartl, Ing. F. Wolkersdorfer, Ing. R. Schweifer, Bmst. Ing. R. Schütz, Ing. E. Pfaffenlehner, Mag. V. Lenz, Dipl.-Ing. F. Hunger und Dipl.-Ing. F. Schallerl verfasst und behandelt folgende Schwerpunkte:
- Endpunkt der Automatisierung
- Hersteller - Steckbrief
- Systemvarianten
- Betriebswirtschaftliche Entscheidungskriterien
- Technik und Funktion von AMS
- Herdenmanagement
- Eutergesundheit
- Leistungsprüfung und Qualitätssicherung
- Erfahrungen mit AMS - Betriebsbefragung in Oberöstereich
Fazit:
Die Entscheidung über ein AMS ist persönlich und betrieblich gut zu überlegen. Aus einer Befragung geht hervor, dass sich der Arbeitskräftebedarf auf den Betrieben durch die Umstellung auf AMS nur geringfügig ändert. Als Hauptgründe für die Anschaffung von AMS werden die Verbesserung der Lebensqualität, Arbeitserleichterung und flexiblere Arbeitszeiten genannt. Mit dem Einsatz von AMS gewinnt der Landwirt durch den Wegfall der täglich zeitlich gebundenen Melkarbeit Zeit. Trotzdem ist es von Anfang an wichtig, die frei werdende Zeit in das Herdenmanagement (Tierbeobachtung, Kontrolle der Alarmlisten,...) zu investieren. Eine regelmäßige Wartung ist bei automatischen Melksystemen besonders wichtig. Ob ein Servicevertrag abgeschlossen wird, liegt im Verantwortungsbereich des Betreibers es wird aber empfohlen. In der Umstellungsphase ist mit einem höheren Betreuungsaufwand zu rechnen, daher soll die Umstellung nicht während der Arbeitsspitzen erfolgen. Eine Notstromversorgung muss sichergestellt werden. Für eine reibungslose Inbetriebnahme von AMS ist eine eutergesunde Herde Grundvoraussetzung. Extrem verschmutzte Euter und Zitzen bedürfen einer manuellen Vorreinigung. Deshalb muss in AMS Betrieben durch optimale Hygiene im Stall (Liegeboxen, Laufgänge) dem Verschmutzungsrisiko der Zitzen entgegenwirkt werden. Um eine entsprechende Melkleistung (500.000 kg/Jahr) und eine damit verbundene Fixkostendegression erreichen zu können, ist eine Lieferleistung von zumindest 7.500 kg/Kuh erforderlich.
Als Mitglied der ÖAG können Sie hier den Artikel downloaden - Hier geht es zur ÖAG-Mitgliedschaft...
Sie können sich diesen Artikel aber auch ausgedruckt gegen einen Unkostenbeitrag zusenden lassen...
Dieses Angebot bieten wir in Kooperation mit dem Fortschrittlichen Landwirt an, herzlichen Dank!
| Grösse | Downloads |
Automatische Melksysteme - AMS (Melkroboter) [ÖAG - Sonderbeilage INFO 2/2009 Fachgruppe Milchwirtschaft] | 3008 Kb | 39 |
|