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Die Zielsetzung der Broschüre ist es, die Hintergründe der Entscheidungen der Gesundheitsüberprüfung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu erläutern, die für den Milchbereich relevanten Ergebnisse darzustellen, deren Auswirkungen herauszuarbeiten und mit Hilfe von Modellrechnungen zu bewerten. Daraus werden Handlungsoptionen abgeleitet, Möglichkeiten für die Betriebe aufgezeigt und ein Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen vorgenommen. Die Autoren dieser ÖAG-Sonderbeilage sind Dipl.-Ing. Dr. L. Kirner, Dipl.-Ing. C. Rosenwirth, Dipl.-Ing. M. Janko und Ing. F. Stocker. Unter Mitwirkung der Fachbereichsgruppe Milchwirtschaft unter Vorsitz von Dipl.-Ing. S. Hörtnagl, der Fachgruppe Milchwirtschaft der ÖAG unter Vorsitz von Dipl.- Päd. Ing. J. Weber, Dipl.-Ing. F. Hunger und Dipl.-Ing. M. Wöckinger, Dipl.-Ing. C. Tribl, Dipl.-Ing. W. Messner und Dipl.-Ing. K. Kogler.
Schwerpunkte dieser ÖAG-Sonderbeilage sind:
- Vorgaben aus der GAP-Reform
- Zielsetzung der Gesundheitsüberprüfung
- Ergebnisse der Gesundheitsüberprüfung im Bereich Milch
- Grundsätzliche Auswirkungen der Gesundheitsüberprüfung auf die österreichische Milchwirtschaft
- Wirtschaftliche Folgen der Gesundheitsüberprüfung für Milchkuhbetriebe
- Handlungsoptionen zur Betriebsentwicklung
Fazit
Die Ergebnisse der Gesundheitsüberprüfung für den Bereich Milch stellen einen Kompromiss dar, eine flexible Fortführung des Milchquotensystems fand bei Weitem keine Mehrheit unter den anderen EU-Mitgliedstaaten. Bezüglich der Übergangsmaßnahmen des Quotenauslaufes im Hinblick auf die hohen Forderungen vieler Mitgliedstaaten konnte aber ein moderates Ergebnis mit einer gesamten Quotenerhöhung von 5,1 % erzielt werden. Die Halbierung des Fettkorrekturkoeffizienten bringt einer großen Anzahl der österreichischen Milcherzeugerbetriebe eine Halbierung der Überschussabgabe. Außer Österreich profitieren davon nur wenige MS, daher ist ein begrenzter EU-weiter Effekt zu erwarten. Zur Bewältigung der neuen Herausforderungen konnten Begleitmaßnahmen für ein nationales Milchpaket erreicht werden. Einerseits kann eine an die Milchproduktion gekoppelte Unterstützung wie eine Milchkuhprämie im jährlichen Ausmaß von ca. 26 Mio. Euro gewährt werden. Im Bereich der ländlichen Entwicklung wurde das Auslaufen der Milchquoten als neue Herausforderung anerkannt, wobei die neuen Modulationsmittel zur Gänze dafür herangezogen werden können. Offener Markt fordert unternehmerisches Handeln Treten die mittelfristigen Prognosen für die internationale Nachfrage bei Milch ein, könnte die in der EU zusätzlich produzierte Milch abgesetzt werden. Durch den Wegfall der Milchquote sollten sich die Kosten für die Ausdehnung der Milchproduktion verringern. Unter Berücksichtigung der geplanten Begleitmaßnahmen zeigen die einzelbetrieblichen Analysen, dass die österreichischen Milchviehbetriebe im Durchschnitt keine Einkommenseinbußen zu erwarten hätten. Die Milchproduktion wird in Zukunft noch mehr von internationalen Entwicklungen auf den Agrar- und Rohstoffmärkten beeinflusst. Konkret bedeutet diese Entwicklung, dass sich Produkt- und Betriebsmittelpreise rascher als bisher sowohl nach oben als auch nach unten bewegen werden. Daher gewinnt in den kommenden Jahren das betriebliche Management für den Betriebserfolg an Bedeutung. Strategische Überlegungen und ständige Weiterbildung bilden eine gute Voraussetzung dafür, die richtigen Entscheidungen für den Betrieb zu treffen und die sich bietenden Chancen zu ergreifen.
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Health Check [ÖAG - Sonderbeilage INFO 4/2009 Fachgruppe Milchwirtschaft] | 9619 Kb | 25 |
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