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Pferdemist und Pferdemistkompost sind wertvoll |
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Die rund 100.000 Pferde in Österreich liefern proJahr 600.000 t hochwertigen Pferdemist bzw.Pferdemistkompost. Die teilweise Entkoppelung der Pferdehaltung von der Landwirtschaft machte diesen wertvollen Nährstoffträger und Humuserhalter im Boden zum lästigen Abfallprodukt. In dieser ÖAG-Broschüre, verfasst von Univ.-Doz. Dr. Karl Buchgraber, Dipl.-Ing. A. Pöllinger, Ing. G. Gindl, Dr. L. Erasimus, C. Strasser, C. Dompert und Univ.-Lektor Dipl.-Ing. M. Swoboda werden derWert und die Wirkung auf Boden/Pflanze sowie auch auf die Veredlung von Pferdemist bis hin zum Kompost bewusstgemacht.
Schwerpunkte dieser ÖAG-Sonderbeilage sind:
- Pferde und Landwirtschaft
- Das Pferd und sein Mist
- Nährstoffgehalte von Pferdemist und Pferdemistkompost
- Lagerplatz für Pferdemist
- Anwendung und Ausbringung von Pferdemist bzw. Pferdemistkompost
- Anwendung von Pferdemist am Grünland
- Anwendung von Pferdemist auf Ackerland
- Anwendung von Pferdemist auf Feldgemüse und Gartenland
- Kompostierung
- Hygienische Aspekte
Fazit
Die organischen wirtschaftseigenen Dünger (Gülle, Jauche, Mist und Kompost) hatten früher eine hohe Bedeutung in der Kreislaufwirtschaft, verloren inden letzten 20 Jahren deutlich an Wert und sind nun aufgrund hoher Nährstoffpreise und des steigenden Verständnisses für nachhaltiges Handeln wieder in den Mittelpunkt einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung gerückt. Pferdemist ist optimal im Ackerbau bei allen Kulturen einsetzbar. In den Wiesen sollte der Pferdemist zumindest gut verrottet sein und für Weiden ist eineKompostierung notwendig. Pferdebetriebe, die auf gewerbliche Art ihren Mist entsorgen lassen, könnten über die Kompostierung ihren Pferdemist zu hochwertigem Kompost veredeln und hinsichtlich Bodenfruchtbarkeit und Kultuertrag nutzbringend einsetzen. Es gilt, über 600.000t Pferdemist richtig in den eigenen oder in externe Kreisläufe einzubinden. Eine nachhaltige und artgerechte Pferdehaltung wird auch daran gemessen, ob sie den Böden, von denen auch das Futter kommt, künftig ordnungs- und sachgemäß einen Gegenwert von rund 8 Millionen Euro wieder zuführt. Die Pferdebetriebe ohne landwirtschaftliche Flächen sollten sich an Maschinenringe (www.maschinenring.at), Kompostierer und Bauern wenden, die ihren Pferdemist ökologisch und ökonomisch sinnvoll zum Gedeihen der Kulturen einsetzen. Wie das Pferd, so ist auch sein Mist von „edlem“ Wert.
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pferdemist.pdf [ÖAG Info 7/2009 Fachgruppe Grünland und Pferdewirtschaft] | 2392 Kb | 16 |
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