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Mineralstoffversorgung von Milchkühen aus dem Grund- und Kraftfutter |
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Bedarf der Kühe - Gehalte im Futter - Ergänzungsbedarf
Die Mineralstoffversorgung der Milchkühe muss gezielt erfolgen. Dazu müssen einerseits die Gehaltswerte des Futters bekannt sein – am besten durch konkrete Futteranalysen –, andererseits ist der Bedarf der Tiere in Abhängigkeit von der Milchleistung zu berücksichtigen. Eine nicht bedarfsgerechte Versorgung kann sich negativ auf Leistung und Gesundheit und somit auf die Wirtschaftlichkeit auswirken, und eine Überversorgung kann die Umwelt belasten.
Diese ÖAG-Sonderbeilage, verfasst von Univ.-Doz. Dr. Leonhard GRUBER und Ing. Reinhard RESCH befasst sich näher mit folgenden Themen:
- Bedeutung der Mineralstoffe im Stoffwechsel
- Mineralstoffbedarf der Kühe
- Nähr- und Mineralstoffgehalt im Grund- und Kraftfutter
- So ist zu ergänzen
- Einfluss der Grundfutterration
- Einfluss der Grundfutterqualität
Fazit
Die Untersuchungen zeigen, dass die Milchleistung, die Grundfutterqualität und die Art des Grundfutters die Versorgungslage an Mineralstoffen entscheidend beeinflussen. Der Einfluss der Milchleistung erklärt sich daraus, dass der Bedarf an den Mengenelementen mit der Milchleistung deutlich ansteigt und die Mineralstoffbilanz somit verschlechtert. Neben dem Bedarf wirkt sich auch der Mineralstoffgehalt des Kraftfutters auf die Mineralstoffversorgung aus, wobei sich Energie- und Proteinträger imMineralstoffgehalt deutlich unterscheiden. Grund- und Kraftfutter ergänzen sich bezüglich Kalzium und Phosphor positiv. Die Versorgung an Kalzium überGrünlandfutter (und natürlich über Leguminosen) ist gemessen am Bedarf sehr hoch, Maissilage erfordert dagegen eine Kalzium-Ergänzung. Der mit steigender Milchleistung über Energie- und besonders über Protein-Kraftfutter aufgenommene Phosphor deckt den Bedarf weitgehend ab, sodass eine Ergänzung über Mineralfutter nur bei niedriger Grundfutterqualität und hoher Leistung erforderlich ist. Von den Spurenelementen ist bei Mangan die Versorgung aus dem Grund- undKraftfutter häufig bedarfsdeckend, dagegen sind Zink und Kupfer infolge zuniedrigen Gehaltes im Futter über Mineralfutter zu ergänzen.Die Grundfutterqualität wirkt sich sowohl über den Gehalt an Mineralstoffen als auch über die Menge und Art desKraftfutters auf die Versorgungslage aus. Mit steigendem Vegetationsstadium nimmt der Gehalt an Mineralstoffen ab und die Grundfutterqualität bestimmt die Höhe und Art der Kraftfutterergänzung. Der geringe Gehalt des Silomaises an Mineralstoffen im Vergleich zu Wiesenfutter ist zu berücksichtigen bzw. zu ergänzen, wogegen Leguminosen hohe Mengenelementgehalte aufweisen. Für eine betriebsspezifische Mineralstoffergänzung ist die regelmäßige (jährliche) Analyse des Futters erforderlich.
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mineralstoffversorgung_von_milchkuehen_aus_dem_grund_und_kraftfutter.pdf [ÖAG Info 10/2009 Fachgruppe Fütterung] | 2087 Kb | 24 |
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